Pyramiden Prinzip

Die Pyramiden sind einige tausende Jahre alt und stehen immer noch. Das bedeutet sie sind sehr stabil!

Pyramiden sind Keilförmig. Wenn zwei mit den Spitzen aufeinander treffen würden, gäbe es kein zerbersten. Eine der beiden würde an der anderen vorbei gleiten. Das selbe Prinzip nutzt das Wing Chun System. Es geht nicht darum den angreifenden Arm zu stoppen, vielmehr den Angriff "abzuleiten". 

Es gibt in diesem Zusammenhang sowohl Angriffspyramiden als auch Verteidigungspyramiden.

Angriffspyramiden sind z. Bsp. "Yut" Jee Choong Kuen (vertikaler Sonnenfauststoß), Chop Kuen (tiefer Fauststoß),
Chau Kuen (Aufwärtshaken) Jing Jyeung (vertikaler Handflächenstoß), Biu Jee Sau (stechende Finger Hand) uvm
Entscheidend ist jeweils die Trefferfläche der Angriffspyramide. "Die Spitze".

Verteidigungspyramiden sind sowohl Yin wie Yang Blöcke. Dazu mehr unter Yin Yang. Z. Bsp. Pock Sau, Jom Sau, 
Tan Sau, Woo Sau uvm. Die Spitze der Verteidigungspyramide ist jeweils der Punkt an dem bei dem erfolgreichem Block der Kontakt zu dem Angriff entsteht. 

Bei den Pyramiden ist es wie bei den Zentrallinien, man kann sie nicht sehen, man muss sie sich vorstellen können.

Man kann immer nur einen Schenkel der Angriffs- Pyramide sehen. Wenn z. Bsp. Partner A mit rechts einen Fauststoß ausübt, bildet die Faust bis zur Schulter einen sichtbaren Schenkel der Pyramide. Die Imaginären sind; Von der Faust zur gegenüberliegenden Schulter, von der Faust über den Kopf hinweg und von der Faust zum Bauch an die Stelle wohin Chi
fokussiert wird.

Das Ziel bei dem Pyramidenprinzip ist es gegen eine Angriffspyramide eine Verteidigungspyramide zu stellen. Z. Bsp. Jom Sau gegen "Yut" Jee Choong Kuen. Der Jom Sau 45° Block (Cutting Angle) ist erfolgreich wenn die Spitze der Verteidigungspyramide zwischen der Spitze der Angriffspyramide und der Zentrallinie ist. Der Angriff geht vorbei! 

zurück